Es gibt immer mehr Christen, die Israel ablehnen. Doch ist es überhaupt möglich, als wiedergeborener Christ nicht hinter Israel zu stehen?
Gott spricht im Alten Bund: «O Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht einen Augenblick schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem [wieder] aufrichtet, und bis er es zum Ruhm auf Erden setzt!» (Jes 62,6-7).
Und in den Psalmen lesen wir: «Bittet für den Frieden Jerusalems! Es soll denen wohlgehen, die dich lieben! Friede sei in deinen Mauern und sichere Ruhe in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen sage ich: Friede sei in dir! Um des Hauses des HERRN, unsres Gottes, willen will ich dein Bestes suchen!» (Ps 122,6-9).
Christen, die an die Bibel glauben, sind wie Wächter auf den Mauern Jerusalems und beten für den Frieden der Stadt Gottes. Sie stehen hinter Israel, nicht weil die jüdische Nation besser ist als andere Nationen, sondern weil Gott das jüdische Volk erwählt und ihm eine herrliche Zukunft verheissen hat.
Gottes prophetisches Wort zeigt uns, dass der Kampf gegen Israel der Kampf Satans gegen Gott ist. Gerade seit dem 7. Oktober 2023 sehen wir diese Realität deutlich vor Augen, wenn wir uns nur den täglichen Nachrichtenstrom vergegenwärtigen. Der brutale Terrorangriff der Hamas hat nicht etwa das Verständnis der Welt für Israel geweckt, sondern im Gegenteil: Seitdem nimmt der globale Antisemitismus stetig zu. Die Juden müssen als Sündenbock für alles herhalten. In der Berichterstattung über den Gaza-Krieg wird viel Falsches über Israel verbreitet, wie etwa der Vorwurf, Israel halte Hilfsgüter zurück und provoziere eine Hungersnot. Die UNO ist zu einem Werkzeug der Feinde Israels geworden. Und auch die engsten Verbündeten des jüdischen Staates, wie die USA, geben keine Rückendeckung mehr. Israel steht massiv unter Druck.
Das Bemerkenswerte an all dem ist: Israel ist in aller Munde. Jeder hat eine Meinung zum Gaza-Krieg, zum jüdischen Staat und zu den Palästinensern, auch wenn nur wenige die Hintergründe des Konflikts kennen. Doch warum gerade Israel? Wieso spricht kaum jemand von den Menschenrechtsverletzungen in China, im Sudan, in Libyen und in den muslimischen Ländern generell? Warum redet keiner vom Unrecht, das die staatenlosen Kurden erleiden müssen? Israel ist anders. Das sehen sogar die, die Gottes Volk hassen, ohne dass sie genau erklären können, warum sie es hassen.
Seit dem 7. Oktober versuchen viele Gläubige, die schrecklichen Geschehnisse in und um Israel richtig einzuordnen. Manche berufen sich auf den Propheten Zephanja – und andere Stellen in den alttestamentlichen Propheten –, um eine Verbindung zwischen der biblischen Prophetie und dem aktuellen Gaza-Krieg herzustellen. Oft zitiert wird dabei Zephanja 2,4: «Denn Gaza wird verlassen und Askalon verödet werden, Asdod soll am hellen Mittag fortgetrieben und Ekron ausgerottet werden.»
Trotz möglicher Parallelen werden aber weder der Terrorangriff der Hamas noch die militärische Reaktion Israels in Gottes Wort direkt erwähnt. Die Trübsalszeit, in der sich die noch offenen Weissagungen der Propheten zu erfüllen beginnen, ist noch nicht da. Der Antichrist regiert nicht und das Lamm hält seinen Zorn noch zurück. Tatsächlich ist es auch so, dass keiner den Gaza-Krieg erwartet hat. Das Säbelrasseln der Hamas wurde nie ernst genommen und Israel hat auch nie heimlich geplant, Gaza zu überfallen und zu zerstören. Im Vorfeld des 7. Oktober haben sich alle in ihrer Einschätzung der Lage geirrt. Israel und sämtliche Beobachter des Nahen Ostens wurden überrumpelt, als die Hamas angriff.
Wie bereits angetönt, können wir aber im Allgemeinen dennoch festhalten, dass der Kampf gegen Israel ein Kampf gegen Gott ist – auch wenn sich die Beteiligten dessen nicht bewusst sind (s. dazu Johannes Pflaums Beitrag «Gegen dein Volk planen sie listige Anschläge» in der NAI-Ausgabe 8/24). Die Konflikte in und um Israel haben eine heilsgeschichtliche Bedeutung und einen heilsgeschichtlichen Zweck: Israel soll auf das zweite Kommen des Herrn vorbereitet werden. Alles läuft auf diesen Punkt zu, wenn der Messias Israels in Herrlichkeit erscheint.
Menschlich gesehen befindet sich Israel in einer unmöglichen Situation: Eine kleine jüdische Nation, umgeben von viel grösseren islamischen Ländern – mit islamischen Enklaven im Land selbst, wie das Westjordanland und der derzeit umkämpfte Gazastreifen. Die Grenze zum Westjordanland umfasst 791 km, die Grenze zwischen Israel und Jordanien ist 309 km lang, die Grenze zum Libanon 79 km, zu Syrien 92 km, zu Ägypten 241 km und zum Gazastreifen 40 km. Die Nationen rund um Israel sind keine Verbündeten, sondern waren dem jüdischen Volk gegenüber traditionell immer feindlich gesinnt: Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Iran, Türkei, Irak, Saudi-Arabien, Jemen, Libyen …
Wie kann sich Israel da dauerhaft erfolgreich verteidigen, wenn an allen Fronten rund um das Land Krieg ausbricht? – Es gibt drei mögliche Lösungen für den Nahost-Konflikt:
Die erste Möglichkeit ist die Ein-Staat-Lösung: In Israel leben Palästinenser und Israelis gleichberechtigt in einem einzigen Staat beieinander. Das klingt wunderbar und wäre es auch, wenn beide Seiten gleichermassen den Frieden der jeweils anderen wünschten. Doch die Realität ist, dass in einem solchen Fall der muslimische Bevölkerungsanteil überwiegen würde – wie ein Blick auf die Demografie in der Region zeigt –, sodass der jüdische Staat bald nicht mehr jüdisch, sondern islamisch-arabisch wäre. Und wie es Juden in Ländern ergeht, die vom Islam bestimmt werden, können wir in den umliegenden Nationen zur Genüge beobachten. Es wäre das Ende des Zionismus mit dem Ziel einer sicheren und verfolgungsfreien Heimstätte für das jüdische Volk.
Die zweite Möglichkeit scheint aus einer säkularen Sicht die realistischste zu sein: Eine Zwei-Staaten-Lösung, wonach Israel jüdisch und daneben ein eigenständiger Staat Palästina arabisch ist. Doch wie der grausame Überfall der Hamas und auch die zunehmende Beliebtheit der Hamas unter Palästinensern zeigen, würde damit wohl kaum wirklicher Frieden in die Region einkehren. Der berühmt-berüchtigte Slogan «Vom Fluss bis zum Meer» drückt ja aus, dass die Hamas das jüdische Volk im ganzen Gebiet Israels ausgerottet sehen will. Nichts im Nahen Osten soll mehr dem jüdischen Volk gehören. Es bleibt das erklärte Ziel der Feinde Israels, die Juden ins Meer zu treiben, und sie würden die Zwei-Staaten-Lösung nur als einen Zwischenschritt zu diesem Ziel sehen.
Die dritte Möglichkeit klingt am utopischsten, ist letztendlich aber die Einzige, die der Region bleibenden Frieden bringen wird: Es ist Gottes Reich, das von Jerusalem aus regiert, wie von den Propheten des Alten Bundes angekündigt, das sogenannte Gross-Israel. Diese Lösung kann niemals durch Israels eigene militärische Kraft herbeigeführt werden. Sie ist nur möglich, wenn der Friedefürst Jesus Christus wiederkommt und seinen Fuss auf den Ölberg setzt, um die Nationen zu richten und Israel zu erretten.
Das Buch Sacharja, insbesondere die Kapitel 12 bis 14, schildern uns diese herrliche Zukunft im Detail (s. «Die Hoffnung für den Überrest» von John MacArthur im Mitternachtsruf 8/24). In Sacharja 2,12 und 4,6 lesen wir die eindrücklichen Worte:
«Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Nachdem die Herrlichkeit [erschienen ist], hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an!» Und: «Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!, spricht der HERR der Heerscharen.»
Israels Weg zur Erlösung wird durch Leiden gehen: «Wehe! Denn gross ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich, und eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob; aber er wird aus ihr errettet werden!» (Jer 30,7).
Sacharja 11,15-17 kündigt den Antichrist für diese Zeit der Drangsal (Trübsal) an: «Da sprach der HERR zu mir: Nimm dir wiederum Geräte eines törichten Hirten! Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Land aufkommen, der das Vermisste nicht sucht, das Zerstreute nicht sammelt, das Verwundete nicht heilt, das Gesunde nicht versorgt, sondern das Fleisch des Gemästeten frisst und ihre Klauen zerreisst. Wehe dem nichtsnutzigen Hirten, der die Herde verlässt! Ein Schwert komme über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich verdorren und sein rechtes Auge völlig erlöschen!»
Und Jesus sagte dem Volk bei seinem ersten Kommen: «Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen» (Joh 5,43).
Der Antichrist wird ein falscher Messias sein, und mit seinem Auftreten werden die göttlichen Gerichte der Trübsal (Drangsal) beginnen, die in die Erlösung Israels münden. Sacharja 12 bis 14 spricht diesbezüglich 17-mal von «an jenem Tag». Gott wird die Nationen der Welt gegen Israel marschieren lassen, weil er sein Volk zuerst demütigen muss, um es danach zu erretten. Zugleich wird dieser letzte Feldzug gegen Gottes Stadt zum Gericht über die Reiche dieser Welt führen (Sach 12,1-9). Gott wird seinen Geist über Jerusalem ausgiessen, damit das jüdische Volk seinen Messias erkennt und im Licht dieser Erkenntnis zur Busse kommt (Sach 12,10-14).
In dieser Zeit der Drangsal Jakobs, «an jenem Tag», wird Israel gereinigt (Sach 13,1-2), gesichtet (13,8), von allen Feinden befreit (14,3-15) und vom Herrn vollkommen geheiligt werden (14,20-21). Wenn wir die Kapitel 12 bis 14 des Propheten Sacharja aufmerksam lesen, erkennen wir, dass die Weissagungen nicht strikt chronologisch sind. Die verschiedenen Endzeitvisionen beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln, was «an jenem Tag» geschieht. So sprechen die Kapitel 12,2-3, 13,8 und 14,1-2 dasselbe Ereignis an, nämlich den Angriff der Nationen auf Israel und die Belagerung Jerusalems:
«Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems. Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reissen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln» (Sach 12,2-3). – «Und es soll geschehen, spricht der HERR, dass im ganzen Land zwei Drittel ausgerottet werden und umkommen, ein Drittel aber soll darin übrig bleiben» (Sach 13,8). – «Siehe, es kommt ein Tag für den HERRN, da wird man deine Beute verteilen in deiner Mitte! Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muss in die Gefangenschaft ziehen; der Überrest des Volkes aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden» (Sach 14,1-2).
Diese schrecklichen Ereignisse der Drangsal und Sichtung Israels haben ein Ziel: «Aber dieses letzte Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten; ich will sagen: ‹Das ist mein Volk!›, und es wird sagen: ‹Der HERR ist mein Gott!›» (Sach 13,9).
Die Ankündigung der Belagerung Jerusalems beginnt mit den Worten: «Dies ist die Last, das Wort des HERRN über Israel: Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet» (Sach 12,1). – Diese Einleitung lässt uns alles nachfolgend Gesagte über die Drangsal Jakobs, über die Trübsal «an jenem Tag», im rechten Licht sehen: Alle Wirren und Kriege, alle Verführung und Vernichtung, alle Bewahrung und Errettung gehen von dem aus, der auf dem Thron sitzt. Gott ist und bleibt souverän in und über allem.
Wie Jesaja 46,9-10 betont: «Gedenkt an das Frühere von der Urzeit her, dass Ich Gott bin und keiner sonst; ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Ich verkündige von Anfang an das Ende, und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.» Und 5. Mose 32,39: «Seht nun, dass Ich, Ich allein es bin und kein Gott neben mir ist! Ich bin’s, der tötet und lebendig macht, ich zerschlage und ich heile, und niemand kann aus meiner Hand erretten!»
Sacharja nennt Jerusalem nicht umsonst einen «Taumelkelch» (Kap. 12,2). An dieser Stadt werden sich die Nationen betrinken und berauschen. Das gierige Verlangen, die Bewohner gerade dieser Stadt zu vernichten und gerade diese Stadt zu besitzen, wird den Nachbarn Israels wie ein Rauschtrank zu Kopf steigen. Und der Wahn, die Vernichtung Israels werde der Welt endlich Frieden bringen, wird die übrigen Nationen in den Krieg treiben. Doch ihr Rausch wird einer schlimmen Ernüchterung weichen: Zu spät werden sie sich eingestehen müssen, dass sie sich mit dem Gott Israels angelegt haben. Sacharja spricht denn auch von allen Völkern ringsum und nennt Jerusalem einen «Laststein für alle Völker». Dieser endzeitliche Krieg wird die ganze Welt betreffen.
Gott hat die Stadt Jerusalem zu einem Taumelkelch und zu einem Laststein gesetzt: Er selbst sorgt dafür, dass es keine menschliche Lösung für den Nahost-Konflikt geben kann. Weder eine Ein-Staat-Lösung noch die Zwei-Staaten-Lösung sind die Antwort, es ist einzig und allein das Reich Gottes, wenn der Herr seine Hand ausstreckt, um die Nationen zu richten, sein Volk zu reinigen und die Ankunft des Messias einzuläuten. So wird der Überlebenskampf Israels erst aufhören, wenn zwei Bedingungen Gottes erfüllt sind: Die Araber besitzen das Land nicht mehr, das Gott Abraham und seinem Nachkommen verheissen hat. Und die Juden werden in Frieden im Land ihrer Väter leben können, wenn sie Jesus als ihren Messias angenommen haben.
Sacharja zeigt uns, dass Gott den Juden in ihrer äussersten Bedrängnis die Augen auftun wird. Dann werden sie in Jesus ihren Messias, ihren Hirten, ihren König und Retter erkennen. Nach diesem letzten grossen Krieg, den Sacharja 12,1-3; 13,8 und 14,1-2 schildert, kommt die nationale Bekehrung, wenn der Überrest Israels auf Jesus bzw. Jeschua blicken wird: «Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgiessen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen Sohn, und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen» (Sach 12,10; vgl. 13,8-9).
Es ist nicht Israels Stärke oder Wehrhaftigkeit, die zum Sieg führt, es ist weder die Aufmerksamkeit des Mossad noch die Schlagkraft der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), es ist Gott, der für sein Volk streiten und siegen wird:
«An jenem Tag, spricht der HERR, will ich alle Pferde mit Scheu schlagen und ihre Reiter mit Wahnsinn; über das Haus Juda aber will ich meine Augen offen halten, und alle Pferde der Völker will ich mit Blindheit schlagen. Und die Fürsten Judas werden in ihrem Herzen sagen: Meine Stärke sind die Bewohner Jerusalems, durch den HERRN der Heerscharen, ihren Gott! An jenem Tag will ich die Fürsten Judas wie einen glühenden Ofen zwischen Holzstössen machen und wie eine brennende Fackel in einem Garbenhaufen, und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren; Jerusalem aber soll wieder bewohnt werden an seinem [alten] Platz, nämlich in Jerusalem. Und der HERR wird zuerst die Zelte Judas erretten, damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner Jerusalems sich nicht über Juda erhebt. An jenem Tag wird der HERR die Einwohner Jerusalems beschirmen, sodass an jenem Tag der Schwächste unter ihnen sein wird wie David und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen her. Und es wird geschehen an jenem Tag, dass ich danach trachten werde, alle Heidenvölker zu vertilgen, die gegen Jerusalem anrücken» (Sach 12,4-9). – «Aber der HERR wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie [damals] am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. Und seine Füsse werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr grossen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden» (Sach 14,3-4).
Dann wird Israels Sehnsucht erfüllt werden und sein Überlebenskampf zu Ende sein. Dann wird der Friedefürst regieren. Darum, wenn wir als bibelgläubige Christen hinter Israel stehen und wie Wächter auf Jerusalems Mauern sind und für Frieden beten, dann bedeutet das vor allem, dass wir rufen und flehen: Maranatha, unser Herr, komm!